Vereinsmitteilungen 02/2022

Veröffentlicht: Freitag, 18. Juni 2021 Drucken

Vereinsmitteilungen 2-2022

 

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins,

es ist sehr erfreulich, dass unser Aktionsforum – jeden zweiten Mittwoch eines Monats – am 13. April wieder für einen spannenden Austausch bei Speis und Trank genutzt wurde. Wir konnten ohne Maske und ohne besondere Tagesordnung über die aktuelle Lage sprechen und dabei Informationen aus persönlichen Kontakten nach Krasnodar oder der Ukraine einbringen. Unser neues Mitglied Daria Schmidt berichtete über ihren Russischkurs, den sie als Nachfolgerin von Herrn Junghanns an der Hochschule für angewandte Wissenschaften hier in KA gibt; zum neuen Kurs haben sich 14 Studierende angemeldet.

Das Jugendorchester Stadt Karlsruhe e. V., zu dem wir seit Jahren in sehr guter Beziehung stehen, lädt zu einem Tag der offenen Tür mit Konzertprogramm ein: Samstag, 14. Mai 2022, Beginn um 10:45 Uhr, Kesselbergweg 5.
Infos unter www.jugendorchester-ka.de.
Anmeldung bitte unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am kommenden Wochenende findet in Karlsruhe des Fest der Sinne statt, Samstag und Sonntag von 11 – 20 Uhr. Die Stadtverwaltung stellt den Partnerschaftsvereinen eine Pagode für die Präsentation der Vereine zur Verfügung. Vertreter dieser Vereine wechseln sich in der Standbesetzung ab, wir würden uns dennoch evtl. kurzzeitige Abwechslung freuen und vor allem über regen Besuch! Unser Stand befindet sich auf dem Marktplatz vor der Commerzbank bzw. Modehaus Schöpf. Infos über das Fest der Sinne, das Programm und Veranstaltungsorte unter www.karlsruhe-erleben.de

Unsere nahezu 30 Jahre währende sehr gute Zusammenarbeit mit der Staatlichen Kuban-Unversität gibt immer wieder Anlass zur Freude, auch unter schwierigen Bedingungen. Am Sonntag, den 17. April 2022, fand an der Staatlichen Kuban-Universität, genauer: am RDAZ, dem Regionalen Deutschen Ausbildungszentrum, ein Festival der deutschen Sprache statt. Dr. Sergey Bychkov, Prodekan für Digitalisierung und Internationale Beziehungen, übermittelte uns folgenden Bericht:

Am Sonntag haben wir das Festival der deutschen Sprache unter dem Titel «SPRICH DEUTSCH!» organisiert. Im Rahmen des Festivals hat ein Poesie-Wettbewerb stattgefunden, an dem über 90 Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Region teilgenommen haben. Sie haben Werke von Goethe, Schiller, Heine, Rilke und anderen Klassikern vorgetragen. Die jüngsten Teilnehmer sind jetzt in der 2. Klasse, für sie war das die erste Erfahrung solcher Art –öffentlicher Auftritt, Poesie in der deutschen Sprache, ein großes Festival. In verschiedenen Altersgruppen haben wir 8 Sieger und 25 Preisträger geehrt und ihnen Geschenke vom RDAZ gegeben. Das war wunderschön.
Parallel zum Poesie-Wettbewerb fanden Deutschstunden «Deutsch für die ganze Familie statt». Lehrkräfte des RDAZ haben unterhaltsame Deutschstunden für Eltern mit Kindern organisiert und durchgeführt. Die Kinder und ihre Eltern haben Wörter gelernt, ein wenig gesprochen und etwas Neues über die deutschen Feste gelernt. Für die Familien mit Vorschulkindern haben wir Unterricht mit Hans Hase vorbereitet – das ist ein Stofftier, ein Hase aus Deutschland, der mit Kindern singt, tanzt und spielt (ein didaktisches Produkt vom Goethe-Institut). Die Kinder lernen so die neue Sprache kennen. Dass die Eltern dabei anwesend waren, ist sehr ungewöhnlich, hat aber allen viel Spaß gemacht.
Außerdem habe ich für alle Gäste des Festivals ein Landeskunde-Quiz vorbereitet. Die Kinder haben fast eine Stunde lang Fragen zu deutschen Festen und Traditionen beantwortet – von Ostern und Weihnachten bis Martinstag und Tag der deutschen Einheit, von Maibaum und Schultüte zum Polterabend und Richtfest. Die Kinder haben ihre Kenntnisse gezeigt und kleine Preise gewonnen. Am Ende des Festivals haben wir allen Anwesenden unseren Kurs «Umwelt, Kultur und Nachhaltigkeit» präsentiert und die Gewinner des Filmwettbewerbs geehrt. Wir haben auch zwei Filme gezeigt – meinen Film mit Tieren (Kinder fanden ihn sehr süß) und den Film von der EBS-Gruppe. Geschenke haben alle Teilnehmer bekommen (EBS = Europäische Business Schule Karlsruhe-Krasnodar, Anm. Cz).
Das Festival hat mir persönlich sehr viel Freude bereitet. Wir haben zwei Wochen davor viel arbeiten müssen, das alles vorbereitet, aber das hat sich durchaus gelohnt. Glückliche Kinder, zufriedene Eltern, Deutschlehrer, für die solche Feste natürlich auch sehr wichtig sind, weil sie die Motivation von den Kindern sehr stark erhöhen können. Es war toll!
Und ein paar Tage davor hat der Poesie-Wettbewerb an der Fakultät für Romanistik und Germanistik stattgefunden. Daran haben Studierende des 2. Semesters von allen Fachrichtungen teilgenommen. Ich habe auch ein Gedicht vorgetragen – "Der Handstand auf der Loreley" von Erich Kästner. Finde ich sehr lustig. Wir haben immer gesagt, «wir leben Deutsch». Zum Glück können wir das wieder alle gemeinsam tun – im Präsenzformat.
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Lesenswerte Information über das RDAZ finden Sie auf der Homepage des RDAZ: www.rdaz.ru, u. a. folgenden Hinweis:

(…) Die Städtepartnerschaft zwischen Karlsruhe und Krasnodar ist eine produktive Grundlage für die vielen internationalen Bildungsprojekte an der Staatlichen Kuban-Universität. Eine große
Unterstützung bekommt der Lehrstuhl für Deutsche Philologie und das RDAZ von der Freundschaftsgesellschaft Krasnodar-Karlsruhe. Zu einer Tradition ist ein Treffen von den Studenten
der Universität mit den Bürgern der Stadt Karlsruhe geworden, die anlässlich des Stadtgeburtstags unsere Stadt besuchen. Auch freuen wir uns immer sehr, im April eine Schülergruppe von der WalterEucken-Schule zu empfangen(…).

Der von Sergey Bychkov erwähnte Kurs „Umwelt, Kultur und Nachhaltigkeit“ ist ein Baustein unseres gemeinsamen Projektes „Digitale Sprachvermittlung und Interkulturalität“. Mit diesem Projekt haben wir im September 2021 begonnen, im Dezember 2022 wollten wir das Projekt mit einem Bildungskongress hier in Karlsruhe beenden. Leider stehen uns seit Anfang April keine Fördermittel zur Verfügung, weil das Auswärtige Amt aus aktuellem Anlass die Förderzusage zurückgezogen hat. Projekte mit staatlichen Institutionen wurden nun als nicht mehr förderfähig eingestuft. Wir haben uns dazu entschlossen, das Projekt in kleinerem Umfang dennoch fortzuführen. Das „Festival der deutschen Sprache“ war eines von 14 Projektschritten.

Der von Oberbürgermeister von Krasnodar sowie die Vorsitzende der Städtischen Duma haben auf unsere Grußbotschaft geantwortet, in der wir uns gegen ein Aussetzen der partnerschaftlichen Beziehungen ausgesprochen haben:

Auszug aus dem Schreiben von Andrey Alekseyenko, Oberbürgermeister der Stadt Krasnodar

Sehr geehrte Vorstandsmitglieder der Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar,
herzlich danke ich Ihnen für Ihr freundschaftliches Schreiben über Ihre Bereitschaft die Partnerschaft zwischen Krasnodar und Karlsruhe zu bewahren. (…) die Stadt Karlsruhe hat uns über die Aussetzung des direkten Zusammenwirkens offiziell informiert. Aber ich habe mich darüber gefreut, dass Sie die seit 30 Jahren geführte gesellschaftliche Arbeit zum Zusammenbringen der Bürger aus Krasnodar und Karlsruhe weiter leisten wollen. (…) Im Namen der Stadtverwaltung wie auch persönlich äußere ich Ihnen und allen Mitgliedern der Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar meine Anerkennung und erkläre mich bereit, unsere Zusammenarbeit durch die Entwicklung neuer interessanter Projekte fortzusetzen.
Sehr geehrter Herr Czychi, sehr geehrte Frau Köhler, sehr geehrter Herr Huber,
(…) Ohne Zweifel können und müssen wir die positive Basis unserer 30-jährigen Städtepartnerschaft, die verschiedene Lebensbereiche – Wirtschaft, Kultur, Ausbildung, Medizin, Sport usw. abdeckt, aufbewahren. Der Austausch, der all diese Jahre gepflegt wurde, hat viel Neues und Interessantes ins Leben unserer Städte gebracht. (…) Das wichtigste Kapital, das als Ergebnis einer so langen und fruchtbaren Zusammenarbeit erworben wurde, sind persönliche Kontakte zwischen den Menschen und Gesellschaften, positive Gefühle und gegenseitige Sympathie, die zwischen den Bürgerinnen und Bürgern von Karlsruhe und Krasnodar verschiedenen Alters, Berufes und sozialen Status entstanden sind. Solche Verbindungen werden zur Grundlage der Völkerverständigung und des friedlichen Miteinanders der Völker und Länder, geben die Hoffnung heutigen Herausforderungen in möglichst kurzer Zeit
gemeinsam entgegenzuwirken. (…)
Wera Galuschko, Vorsitzende der Stadtduma Krasnodar

Den vollen Wortlaut dieser Botschaften finden sie auf unserer Homepage, die wir laufend aktualisieren. Beachten Sie bitte auch die Beiträge von Studierenden aus Krasnodar im Kulturforum.
Hier können Sie gerne mit den studentischen Autoren in Kontakt treten, deren Berichte kommentieren oder mit Ihren Beobachtungen über kulturelles Leben in Karlsruhe ergänzen.
www.krasnodar-karlsruhe.de

Eine Redakteurin des Deutschlandfunks hat mit OB Dr. Mentrup und mit unseren Vorstandsmitgliedern Christa Köhler und Herbert Huber Interviews zur aktuellen deutsch-russischen
Beziehung geführt. Sobald wir den Mitschnitt zur Verfügung haben, veröffentlichen wir ihn auf unserer Homepage.

Für Ostern war die Teilnahme von 3 Jugendlichen vom Kantgymnasium an einem internationalen Schachturnier geplant, das sowohl in Präsenz in Krasnodar stattgefunden hat als auch mit onlineBeteiligung der deutschen Schachspieler hätte stattfinden sollen. Leider kam es aus Termingründen (u. a. Abiturprüfungen) nicht zur Teilnahme von deutscher Seite. Herzlichen Dank an Herbert Huber, der sich intensiv um das Organisatorische gekümmert hatte.

Und nun noch eine traurige Mitteilung. Im März ist unser Vereinsmitglied Sigrid Kronberger, Vereinsmitglied seit 2011, verstorben. Sie hat oft an unseren Vereinstreffen teilgenommen und ist
mehrfach mit nach Krasnodar gereist.

So weit für heute. Wir treffen uns wieder zum Aktionsforum am Mittwoch, dem 11. Mai, um 18:30
Uhr im Restaurant Dyonisos, KA-Oberreut.

Mit herzlichen Grüßen
Manfred Czychi und Herbert Huber, 3. Mai 2022

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