Trinationalen Städtepartnerschaft

Veröffentlicht: Freitag, 05. Oktober 2018 Drucken

Karlsruhe hat seine Partnerschaft mit Krasnodar international erweitert: Am 28.10.2017 wurde eine der ersten trinationalen Städtepartnerschaften Deutschlands begründet: Nancy ist die Dritte im Bunde. „Zweck des Vereins ist die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens“, so lautet § 2 unserer Satzung (Auszug). Wir freuen uns über die Erweiterung der deutsch-russischen Städtepartnerschaft um den Partner Frankreich mit der Karlsruher Partnerstadt Nancy und wir werden die trinationale Städtepartnerschaft ebenso intensiv und kreativ unterstützen wie wir es bisher mit Krasnodar gehalten haben.

Karlsruhe: Stadtzeitung
Ausgabe vom 10. November 2017

Städtepartnerschaften: Pfeiler für Haus der Freundschaft

sz45 1Krasnodar, Nancy und Karlsruhe gemeinsame Partner / Hymnen umrahmen Unterzeichnung

Die Städte Krasnodar in Russland, Nancy in Frankreich und Karlsruhe sind eine dreiseitige Partnerschaft eingegangen. In einem feierlichen Akt unterzeichneten die Oberbürgermeister Evgeny A. Pervyshov (Krasnodar), Laurent Hénart (Nancy) und Dr. Frank Mentrup (Karlsruhe) die entsprechende Urkunde.

Begonnen hat die Feierlichkeit im Bürgersaal des Karlsruher Rathauses am 28. Oktober mit den drei Nationalhymnen, gespielt von einem Streichquartett der Staatlichen Musikhochschule. Und endete mit Beethovens Ode an die Freude, der Hymne sowohl der Europäischen Union als auch des Europarates. Am Tag davor hatten Krasnodar und Nancy in der lothringischen Stadt ihre neue bilaterale Partnerschaft mit einem Festakt besiegelt.

Karlsruhe ist der Angelpunkt der Dreierbeziehung. Nach ersten Ideen vor etwa zehn Jahren wurden engere Kontakte zwischen Karlsruhes Partnern in Russland und Frankreich vor zwei Jahren bei den 300-Jahr-Feierlichkeiten der Fächerstadt geknüpft. Nancys OB Hénart lobte in seiner Festansprache seinen für internationale Beziehungen zuständigen Rathauskollegen Jean-Michel Berlémont und Karlsruhes EB Wolfram Jäger dafür, dass sie wichtige Vorarbeiten für die dreiseitige Partnerschaft leisteten.

Gastgeber Mentrup betonte, dass dies zwar nicht die erste Dreierbeziehung zwischen Städten unterschiedlicher Nation sei. Zwischen einer französischen, einer russischen und einer deutschen Kommune freilich wohl schon. „Brücken zueinander bauen“, zitierte Mentrup den britischen Schauspieler Sir Peter Ustinov, sei wichtig in einer „wahnsinnigen Welt“. Und heute, so Mentrup weiter, in einer umso wahnsinnigeren Welt wichtiger denn je.

Mentrup wie Hénart und Pervyshov hoben in ihren Ansprachen die engen und hilfreichen Kontakte nicht nur zwischen den Honoratioren der Städte, sondern auch zwischen den Zivilgesellschaften hervor. Pervyshov etwa sprach von gegenseitigem Respekt, Verständigung und Toleranz und nannte wie Mentrup die engen Beziehungen auf vielen Gebieten wie der Jugend, der Bildung, dem Gesundheitswesen oder der Wirtschaft. Hénart bediente sich des Bildes eines Hauses der Freundschaft zwischen der EU und Russland. Eine solche Dreierpartnerschaft sei ein wichtiger Pfeiler für dieses Bauwerk. -erg-